Pavillon-Tour

Eingangspassage

In der Eingangspassage präsentieren sich die 16 deutschen Bundesländer. Auf Schautafeln und in kleinen Filmen stellen sie Projekte zur regenerativen Energiegewinnung vor und informieren über touristische Sehenswürdigkeiten. So können sich die Besucher bereits vor Betreten des Pavillons mit grundlegenden Fakten über Deutschland vertraut machen und gewinnen erste Einblicke in das Pavillon-Thema, die Energiewende „made in Germany“.

Smartstick und Smartpoints

Beim Eintritt in den Pavillon erhalten alle Besucher einen Smartstick, der auf ihre Muttersprache kodiert ist. Mit diesem Instrument bringen sie die einzelnen Exponate zum Laufen und können so mit ihnen interagieren. Dabei sammeln die Besucher Wissen und damit im übertragenden Sinn Energie, die als so genannte Smartpoints auf den Smartsticks gespeichert wird.

In der finalen „Energy-Show“ werden die Smartsticks ausgelesen und die Smartpoints aller Besucher zusammengeführt, um die Vorführung zu aktivieren. Die klare Botschaft dahinter: Mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen können die Menschen gemeinsam die Welt zum Besseren verändern.

Intro

Die erste Station im Deutschen Pavillon ist das Intro. Es zeigt die Herausforderungen, vor denen die Menschheit steht, aus der globalen Perspektive: Der Klimawandel ist eine weltweite Aufgabe, die Hoffnungsträger auf ein neues, besseres Energiezeitalter sind ebenfalls global verfügbar.

Faszinierende Naturaufnahmen vermitteln dazu einen Eindruck von der enormen Energie, welche die fünf regenerativen Energieträger Windkraft, Solarenergie, Wasserkraft, Geothermie und Biomasse bieten.

Die Karte der Zukunft

Exponat Windkraft

Das erste Exponat im Ausstellungsraum „Karte der Zukunft“ widmet sich der Windenergie. Im Mittelpunkt steht das Modell eines Windparks, das aus fünf großen rotierenden Windrädern besteht.

Vor dem Windpark-Modell sind zwei Terminals platziert, die mit dem Smartstick aktiviert werden. Sie entpuppen sich als Kontrollzentrum des ersten und bislang einzigen kasachischen Windparks Yerementau I, der 100 Kilometer nordöstlich von Astana liegt und mit deutscher Hilfe gebaut wurde. Hier erhalten die Besucher interessante Details zu der 50 MW-Anlage und können per Live-Schaltung aktuelle Daten aus dem Windpark verfolgen.

Themengeber:

  • FWT energy Service GmbH, Waigandhain

Exponat Zukunft der Solarzelle

Das Exponat erinnert mit seinen 16 Bildschirmen an einen kleinen Solarpark, der in eine Landschaft eingebettet ist. In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) werden verschiedene Solarmodule vorgestellt, mit deren Entwicklung sich die Forschung aktuell beschäftigt.

Über vier Vitrinen, die mit dem Smartstick aktiviert werden, werfen die Besucher einen Blick in die Zukunft der Solarzelle und erfahren, welche Vorteile die vorgestellten Module gegenüber den herkömmlichen Technologien haben.

Themengeber:

  • Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, Freiburg
  • Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Stuttgart

Exponat Dezentrale Wasserkraft

Symbol für die dezentrale Wasserkraft ist das Original einer Flussturbine, die inmitten eines abstrahierten Flussbettes zu schweben scheint. Das Exponat informiert die Besucher über die Potenziale der Wasserkraft zum Beispiel bei der Elektrifizierung ländlicher Regionen. Es erläutert die Funktionsweisen von Turbinen und kleinen Flusskraftwerken und stellt vorbildliche Projekte aus aller Welt vor.

Das Prinzip der Turbine erleben die Besucher anschaulich an einer Wasserwippe, die aus einer durchsichtigen und zum Teil mit Wasser gefüllten Röhre besteht, in deren Mitte sich das Modell einer Turbine befindet. Durch Wippen kommt das Wasser in Bewegung und treibt die Turbine an, die eine Lampe zum Leuchten bringt.

Themengeber:

  • SMART HYDRO POWER GmbH, Feldafing

Exponat Geothermie

In einer Ecke des Raumes öffnet sich die „Karte der Zukunft“ zu einer abgedunkelten Höhle. Es geht unter Tage, um den Geheimnissen der Erdwärme auf die Spur zu kommen. Das Exponat erläutert das Prinzip der Geothermie und stellt verschiedene Optionen zur Nutzung dieser Energiequelle vor.

Mit ihren Smartsticks können die Besucher virtuelle „Bohrungen“ durch die Erdschichten starten. Vorbildlich demonstriert ein Musterhaus aus Astana, das mit deutscher Unterstützung realisiert wurde, dass Erdwärme auch in Kasachstan eine wichtige Rolle bei der Energiegewinnung spielen kann.

Themengeber:

  • Helmholtz-Zentrum Potsdam, GFZ Deutsches GeoForschungsZentrum
  • Petroline GmbH, Celle

Exponatfeld – Smart Grid

Das Exponatfeld Smart Grid widmet sich den Vorzügen der intelligenten Netze, zeigt ihre Potenziale für die globale Energieversorgung auf und gibt Beispiele sowohl aus der Makro- als auch aus der Mikroperspektive.

Themengeber:

  • Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES, Kassel
  • EXYTRON GmbH, Rostock
Smart Grid Tisch
Bei diesem Exponat geht es um die richtige Balance. Der interaktive Tisch vermittelt als spielerisches Gruppenerlebnis eine der Hauptanforderungen an ein modernes Netz: Erzeugung und Verbrauch müssen im Gleichgewicht sein. Das Exponat zeigt, wie sich Erzeugung und Verbrauch im Tagesverlauf permanent verändern und wie das Smart Grid dennoch kontinuierlich das Gleichgewicht zwischen beiden Seiten herstellt. Betritt ein Besucher das Fußbrett des Tisches, gerät dieser aus dem Gleichgewicht. Ziel ist es jetzt, ihn möglichst schnell zurück in seine Ausgangsstellung und das Stromnetz somit wieder in Balance zu bringen. Das gelingt am besten gemeinsam mit anderen Besuchern – und es bringt viel Spaß.

Smart Grid Touchscreen IWES -­ Makroperspektive
In die Wand hinter dem Smart Grid Tisch ist ein Touchscreen-Monitor integriert, den die Besucher mit ihrem Smartstick aktivieren. Hier erfahren sie, dass sich die Stromnetze ganzer Länder in smarte Netze verwandeln. Eine interaktive Anwendung des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES zeigt, dass sich Deutschland schon heute alleine mit regenerativen Energien versorgen ließe – einen entsprechenden Ausbau der Kapazitäten und Leitungen vorausgesetzt. Dazu hat das IWES ein komplexes Szenario entwickelt, das reale Verbrauchs- und Wetterdaten (Sonne und Wind) miteinander kombiniert und das die Besucher anhand von Fragen und Aufgaben erkunden können.

Smart Grid Exponat Exytron -­ Mikroperspektive
Das Exponat zeigt eine Offgrid-Lösung für eine Inselsituation und macht klar: Auch im Kleinen sind Smart Grids die Basis einer nachhaltigen Energieversorgung. Das Ausstellungsstück stellt das Modell einer Insel mit verschiedenen Verbrauchern und Erzeugern (Windräder, Solarzellen) dar. Die Besucher erleben, wie das intelligente Netz in Kombination mit einer Power-to-Gas-Anlage auf unterschiedliche Situationen reagiert: Egal wie viel Strom benötigt wird, egal ob der Wind weht oder die Sonne scheint: Strom ist jederzeit vorhanden – ganz ohne fossile Energieträger.

Die Stadt der Zukunft

Exponatfeld – Zukunft der Mobilität

Themengeber:

  • BMW Group, München
  • Diamant Fahrradwerke GmbH, Hartmannsdorf
  • emco electroroller GmbH, Lingen
  • Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach
  • Ubitricity Gesellschaft für verteilte Energiesysteme mbH, Berlin
  • TRILUX Vertrieb GmbH
Das Exponatfeld zeigt am Beispiel der Mobilität, dass die Energiewende das Leben jedes Einzelnen beeinflussen wird – und zwar zum Positiven. Dabei unterstreichen die Exponate das vielfältige Engagement der deutschen Industrie- und Forschungslandschaft auf dem Weg hin zu einer elektromobilen Zukunft.

Ausgestellt werden:
  • ein DIAMANT Elektrofahrrad
  • ein EMCO Elektroroller
  • ein Modell eines SCHAEFFLER Formel E Fahrzeugs
  • ein Modell des SCHAEFFLER E-Wheel Drives
  • eine Ladelaterne von TRILUX
  • eine Ladesystematik von UBITRICITY
Die Besucher erfahren zunächst etwas über die allgemeine Bedeutung der ausgestellten Verkehrsmittel und präsentierten Technologien für die Energiewende. Danach werden die Objekte selbst vorgestellt und ihre technischen Eigenschaften erläutert. Eine übergeordnete Informationsebene fasst schließlich die Vorzüge der Elektromobilität zusammen.

Exponat Power-to-X

An diesem Exponat lernen die Besucher eine Zukunftstechnologie kennen, die sich noch in der Entwicklung befindet. Das Power-to-X genannte Verfahren stellt aus Wasser und CO2 die Grundmaterialien der Kunststoffproduktion her, ohne dabei Erdöl oder Erdgas zu verwenden.

Das Exponat simuliert eine Maschine, an der die Besucher nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen der innovativen Technologie per Knopfdruck selbst Gegenstände wie einen Gartenzwerg oder einen Turnschuh virtuell produzieren können.

Themengeber:

  • sunfire GmbH, Dresden

Exponat Effizienzhaus Plus

Das Exponat präsentiert den neuen Energiestandard „Effizienzhaus Plus“: Dieser beschreibt Häuser, die mehr Energie erzeugen, als sie verbrauchen – und zwar ausschließlich erneuerbare Energie. Von außen stellt das Exponat ein abstrahiertes Haus dar, das auf dem Kopf steht, ein eingängiges Bild für einen Paradigmenwechsel. Im Inneren erhalten die Besucher Einblick in die Funktionsweise eines Effizienzhauses Plus.

Grafiken und Texte stellen unterschiedliche Bausteine wie die Gebäudehülle und eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach vor, mit denen Häuser erstmals in der Geschichte des Wohnens mehr Energie produzieren, als sie selbst benötigen.

Auf einer großen Deutschlandkarte werden mehr als 35 bereits umgesetzte Modellprojekte eines Effizienzhauses Plus mit detaillierten Informationen vorgestellt. Die Bandbreite reicht vom Grundriss über das technische Konzept bis hin zu einem Überblick über die produzierte und verbrauchte Energie der einzelnen Gebäude.

Link zur Broschüre

Themengeber:

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
  • ZEBAU GmbH, Hamburg

Exponat Die Algenfassade

Das originalgetreue Modell eines Algenbioreaktors dominiert die rechte Seite der „Stadt der Zukunft“ und ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie die Energiewende auch das Alltagsleben jedes Einzelnen sichtbar verändern wird.

An einem Touchscreen-Monitor erfahren die Besucher mehr über die lebende „Biohaut“. Anhand eines realen Algenhauses in Hamburg wird die Arbeitsweise eines Algenbioreaktors erläutert – von der Versorgung der Algen mit Abwasser und ihrem Wachstum durch Photosynthese über die Nutzung der Wärmeenergie, die durch die Einstrahlung der Sonne entsteht, bis hin zur Ernte des Algenschaums. Diese hochwertige Biomasse kann unter anderem für die Herstellung von Lebensmitteln und Kosmetika genutzt werden.

Themengeber:

  • SSC GmbH, Hamburg

Exponat SmartHome

Das Exponat SmartHome präsentiert sich in einem mehrheitlich geschlossenen Raum, den die Besucher durch eine Türöffnung betreten.

Die Innenwände des Raumes zeigen eine grafische Collage des Inneren eines Hauses und die typischen Gegenstände, die uns alltäglich umgeben wie Fenster, eine Waschmaschine, eine Küchenzeile mit Kühlschrank und Kaffeemaschine und ein Wohnzimmer mit Unterhaltungselektronik.

Mit ihrem Smartstick können die Besucher die einzelnen Objekte zum Leben erwecken und erfahren, wie Heizung, Licht, Jalousien und vieles mehr in einem SmartHome gesteuert und reguliert werden und welche günstigen Auswirkungen das auf den alltäglichen Energieverbrauch hat.